World Energy Outlook 2016

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am 30. November den WEO 2016 in Berlin der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt.
 

Wie in den letzten Jahren üblich, wurden dabei viele Entwicklungen auf den Energiemärkten ausführlich dargestellt (z. B.: der Anteil des Nahen Ostens an der globalen Ölförderung hat den höchsten Stand in 40 Jahren erreicht; 30-%-iger Anstieg bei Liquefied Natural Gas; Zuwachs Erneuerbarer Energien war 2015 höher als bei Kohle, Gas, Oil und Kernenergie; Periode größerer Volatilität der Ölmärkte …). Nicht erwähnt wurde der zukünftige Rückgang der globalen Ölförderung von existierenden Ölfeldern und dessen erforderliche Kompensation durch virtuelle und dem Prinzip Hoffnung zuzurechnende Ölfelder (von letzteren ist noch nicht sicher, ob sie überhaupt gefunden werden und wenn ja, wieviel Öl sie liefern können). Die entsprechenden Daten finden sich leider nicht in den kostenlosen Veröffentlichungen der IEA, sondern nur im kostenpflichtigen  (150 US$) Komplett-Bericht des WEO 2016 und dort nicht in leicht verstehbaren Grafiken, sondern auf mehrere Tabellen verteilt.

Die ASPO-Deutschland hat eine grafische Analyse der Daten vorgenommen, die hier heruntergeladen werden kann.

Zur Analyse des WEO 2016 »



ASPO // CC BY 2.0

Neue EWG Studie: Deutschland verfehlt Klimaziele erheblich

Eine Nullemissionswirtschaft ist nötig, um Pariser Abkommen zu erreichen

4. November 2016, Berlin – Die aktuellen Klimaziele Deutschlands sind viel zu schwach, um  das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Und selbst diese schwachen Ziele droht die Bundesregierung zu verfehlen, so lautet das Ergebnis einer neuen Studie der Energy Watch Group und ASPO Deutschland „Deutsche Klimapolitik – vom Vorreiter zum Bremser“, die zum Download bereitsteht.

Die Studie zeigt, dass der von der Bundesregierung vorgegebene, nationale Emissionsminderungspfad seit 2010 in jedem Jahr überschritten wurde. Besonders die Sektoren Straßenverkehr, Elektroenergie und Landwirtschaft sind an der Überschreitung beteiligt. Und gemäß den 20-Jahr-Projektionen der Bundesregierung wird zum Beispiel der Verkehr im anspruchsvollsten Minderungsszenario den vorgeschriebenen Zielpfad 2035 um 91 % überschreiten.



Zur Studie der Energy Watch Group (Nov 2016) »

Eine thermodynamische Analyse der Ölförderung

Im Jahr 2013 hat die Hills Group, eine Gruppe von Ingenieuren und Beratern, eine thermodynamische Analyse der Ölförderung vorgenommen. Das wichtigste Ergebnis: die gesellschaftlich nutzbare Energie des Öls wird etwa 2030 bei Null angekommen sein. Zusätzlich hatte die Hills Group 2013 vorhergesagt, dass es zu einem Ölpreisverfall kommen würde, weil der Ölpreis damals über dem wirtschaftlichen Zusatznutzen lag, den die Käufer damit realisieren konnten. Diese Prognose hat sich als richtig erwiesen. Dr. Louis Arnoux nimmt dies zum Anlass für einen lesenswerten Dreiteiler unter dem Titel "Some reflections on the Twilight of the Oil Age". Die Studie der Hills Group ist kostenpflichtig. Dr. Warm hat jedoch die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

Zur Zusammenfassung von Dr. Warm » 

Zum Artikel von Dr. Arnoux (Teil I) »

Zum Artikel von Dr. Arnoux (Teil II) » 

Zum Artikel von Dr. Arnoux (Teil III) »

Umbrüche — Turbulenzen bei Öl und Gas

Die diesjährige Jahrestagung der ASPO hat am 24. Oktober 2016 unter dem Titel "Umbrüche — Turbulenzen bei Öl und Gas" stattgefunden. Ort war das Dietrich-Bonnhöfer-Haus in Berlin Mitte. Sie wurde gemeinsam von der ASPO Deutschland und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler ausgerichtet. Der Hauptvortrag wurde dieses Jahr von Prof. Ugo Bardi gehalten. 

Zum Programm »

Zur Online-Dokumentation durch den VDW » 

PEAK OIL NEWS AND MESSAGE BOARDS


Mason Inman: "The Oracle of Oil"

Mason Inman hat eine Biographie von Marion King Hubbert geschrieben, dem Mann, dem wir die ersten Vorhersagen zum Peak Oil in den USA und schließlich sogar der Welt verdanken. Das Buch ist am 11. April erschienen, am 12. April konnte man schon die erste Rezension lesen (von Frank Kaminski). In einem Interview mit Chris Nelder spricht Mason Inman über das Buch, die Hintergründe und darüber, dass die Ansichten von Hubbert wesentlich nuancierter und faktenreicher waren, als es gerne dargestellt wird. Und dass wir, leider, in vierzig Jahren, seit der Ölkrise, in der öffentlichen Debatte nicht wirklich weitergekommen sind. Alles in allem also ein wichtiges Buch, dem man einen weiten Leserkreis wünscht.

Zur Rezension von Frank Kaminski (12. April 2016) »

Zum Interview mit Mason Inman (31. März 2016) » 


W. W. Norton & Co. 

Die Spur der Zerstörung

Vergiftetes Wasser, vergiftete Luft und vergiftete Finanzen: so charakterisiert Brian Davey die Folgen des Fracking. Der Beitrag ist ein Update zu seinem Buch "Credo Economics", welches nach und nach online erscheint. Fracking kostet nicht nur viele Menschen ihre Gesundheit, es kostet auch viele Investoren ihr Geld. Darüber wird nicht gerne gesprochen. Dass die Regeln, nach denen gespielt wird, alles andere als sauber sind, kommt so langsam ans Tageslicht. Manchmal endet das Spiel tragisch, wie im Fall von Aubrey McClendon, dem ehemaligen Chef und Gründer von Chesapeake. Alles spricht dafür, dass McClendon den Unfall selbst herbeigeführt hat, an dem er starb. Andrew Nikiforuk beschreibt in einem Beitrag für The Tyee das Leben und die Persönlichkeit, die den amerikanischen Traum mit all seinen Exzessen verkörpert hat.

Zum Artikel von Brian Davey (23. März 2016)»

Zum Artikel von Andrew Nikiforuk (29. März 2016) »  




PD // CC BY 2.0