ASPO USA gibt auf

Nach der Webseite "The Oildrum" schließt nun auch ASPO USA die Pforten. Auf der Homepage kann man leider wenig über die Gründe erfahren. Dass die fossile Energie in den USA wieder Priorität bekommen hat, mag einer der Gründe sein. Immerhin hat sich das Post Carbon Institute bereit erklärt, das Thema weiter zu betreuen. Die Posts von Tom Whipple und anderen werden deswegen weiterhin dort zu lesen sein.

Jedoch geht es bei der ASPO Deutschland unverändert weiter. Wir arbeiten weiter daran, Informationen zu Peak Oil und anderen fossilen Energieträgern zu vermitteln. Denn eines ist gewiss: Peak Oil ist nicht verschwunden, nur weil das Interesse daran erlahmt ist.


Nationale und globale Energieversorgung

Die ASPO-Mitglieder Jörn Schwarz und Berndt Warm haben eine Übersicht über die Versorgungslage mit fossiler Energie zusammengestellt, aufgeschlüsselt nach Energieträgern und Sektoren. Besonders detailliert wird dabei die Lage bei Erdöl betrachtet. Ein wichtiger Punkt sind die Neufunde. Diese sind auf unter 10% des Verbrauchs gesunken. Mit Versor-gungsengpässen ist daher in Zukunft zu rechnen.

Zur Veröffentlichunge von 2018 »

Der World Energy Outlook der IEA -- Eine Analayse

Am 14. November 2017 hat die Internationale Energie Agentur ihren jährlichen Bericht, den World Energy Outlook, vorgestellt. Die IEA geht in Bezug auf Öl davon aus, dass der Nachfrage, die laut Prognosen bis 2040 auf knapp 110 Millionen Fass am Tag steigen wird, ein entsprechendes Ölangebot gegenüber steht. Die ASPO hat hat eine kritische Analyse vorgenommen.

Zur Analyse der ASPO vom 20. November 2017 »

Zur Pressemitteilung der ASPO vom 20. November 2017 » 

Leck in der Keystone Pipeline

N-TV berichtet über ein Leck in der Keystone Pipeline, über deren Erweiterung, die sogenannte Keystone XL Pipeline, in wenigen Tagen in Nebraska entschieden wird. "Der Bau der Keystone-Pipeline ist umstritten. Umweltschützer warnen immer wieder vor Lecks an den Rohren. Wenige Tage vor einer wichtigen Entscheidung zur Erweiterung der Leitung kommt es nun zu einem Druckabfall. Es treten Hunderttausende Liter Öl aus."

Zum Artikel vom 17. November 2017 »


Öl ist nicht gleich Öl

Öl ist nicht gleich Öl: Es gibt verschiedene Gütegrade von Öl, verschiedene Fördermethoden und verschiedene Verwendungen von Öl. Der Ölmarkt ist deswegen sehr komplex. Diese Komplexität wird in den Zeitungen so gut wie nie besprochen und scheint viele Kommentatoren zu überfordern. Fehleinschätzungen sind daher oft die Folge. Jörg Schindler und Werner Zittel von der ASPO haben deswegen eine kurze Einführung in die Problematik geschrieben.

Zum Artikel von (Juli 2017) »

Jahrestagung am 23.10.2017 in Potsdam

Die diesjährige Jahrestagung der ASPO findet am 23. Oktober 2017 im IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies) in Potsdam statt. Das Thema ist diesmal "Fossile Energieträger, Dekarbonisierung und Geopolitik – Sicherheit, Versorgung, Governance". Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit dem IASS und dem VDW (Vereinigung deutscher Wissenschaftler) organisiert. Die Einladung mitsamt dem Programm sind unten verlinkt. 



Zum Programm der Jahrestagung 2017 »

Johann Mayr - Selbstfahrende Autos

Das elektrische Auto ist im Kommen, am Besten auch gleich noch selbstfahrend. Auch unser Cartoonist hat den unschätzbaren Wert dieser Fahrzeuge entdeckt.


Cartoon mit freundlicher Genehmigung von Johann Mayr veröffentlicht.

HSBC Bericht: Die globale Ölversorgung

Die HSBC Bank hat im September 2016 einen Bericht über die Ölversorgung veröffentlicht. Dieser beginnt mit folgender Liste von Ergebnissen: 

10 Dinge, die Sie wissen sollten

1. Der Ölmarkt mag im Augenblick überversorgt sein, aber wir sehen eine Rückkehr zum Gleichgewicht gegen Ende 2017.

2. Zu dem Zeitpunkt wird die Kapazitätsreserve auf gerade 1% des globalen Angebots/Verbrauchs von 96mbd schrumpfen und damit den Markt viel anfälliger für Störungen machen, als es in den letzten Jahren der Fall war.

3. Die Ölnachfrage wächst im Augenblick immer noch jedes Jahr um etwa 1mbd und keines der Szenarios, die wir kürzlich untersucht haben, sieht vor 2040 einen Peak für die Nachfrage.

4. 81% der Weltproduktion von Öl ("all liquids") kontrahieren geenwärtig (ausgenommen zukünftige Rückentwicklungen).

5. Nach unserer Ansicht beträgt die durchschnittliche jährliche Abnahme für die post-Peak Produktion 5-7%, das sind jedes Jahr 3-4,5mbd verlorener Produktion.

6. Dies bedeutet, dass die Welt bis 2040 ungefähr 4 Mal die gegenwärtige Ölproduktion von Saudi Arabien (dh > 40mbd) hinzufügen muss, um die Produktion auf dem Niveau zu halten.

7. Die post-Peak Abnahme kleiner Ölfelder ist doppelt so groß wie die großer Ölfelder, und der globale Angebotsmix beruht immer mehr auf kleinen Ölfeldern: die durchschnittliche Größe von neuen Feldern ist von 500-1000 Millionen Fass vor 40 Jahren auf nur mehr 75 Millionen Fass in dieser Dekade gesunken.

8. Neue Entdeckungen sind begrenzt: die Erfolgsquote ist auf einen Rekordniedrigstand von 5% gesunken, und die durchschnittliche Größe betrug 24 Millionen Fass.

9. US Tight Oil war eine Wachstumszone, und wir sehen eine starke Erholung, aber die gegenwärtigen 4,6mbd machen nur 5% der weltweiten Versorgung aus.

10. Sprunghafte Verbesserungen bei der Produktion und der Bohrung als Antwort auf die Kontraktion haben geholfen, die Abnahme der unterliegenden Produktion bei vielen Firmen zu verdecken, aber in Zukunft wird dies für sie nur noch begrenzt möglich sein.




Zum Bericht von HSBC 2016 »

Johann Mayr - Postölzeit

Dies ist der vierzehnte Cartoon des Künstlers Johann Mayr rund um das Thema Erdöl, den wir unseren Lesern exklusiv auf ASPO-Deutschland vorstellen möchten. 




Zur Analyse des World Energy Outlook durch die ASPO »

Cartoon auf ASPO-Deutschland mit freundlicher Genehmigung von Johann Mayr veröffentlicht.

EROI der Gasproduktion in Westkanada

Die Abschätzungen des EROI von Öl und Gas sind enorm wichtig vor dem Hintergrund der Zukunftsszenarien in Bezug auf Energie. Denn was wirklich zählt, sind nicht die Fördermengen sondern die resultierende Nettoenergie. Alice Friedeman hat jetzt auf der Seite "Peak Energy & Resources" einen Aufsatz von J. Freise ("The EROI of Conventional Canadian Natural Gas Production", Sustainability 3(2011), 2080-2104) reproduziert. Dieser liefert einen recht genauen Einblick in die Abnahme des EROI und die Konsequenzen für die Energieerzeugung.

Zum Artikel auf Energyskeptic (2017) »



JD // CC BY 2.0

World Energy Outlook 2016

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am 30. November den WEO 2016 in Berlin der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt.
 

Wie in den letzten Jahren üblich, wurden dabei viele Entwicklungen auf den Energiemärkten ausführlich dargestellt (z. B.: der Anteil des Nahen Ostens an der globalen Ölförderung hat den höchsten Stand in 40 Jahren erreicht; 30-%-iger Anstieg bei Liquefied Natural Gas; Zuwachs Erneuerbarer Energien war 2015 höher als bei Kohle, Gas, Oil und Kernenergie; Periode größerer Volatilität der Ölmärkte …). Nicht erwähnt wurde der zukünftige Rückgang der globalen Ölförderung von existierenden Ölfeldern und dessen erforderliche Kompensation durch virtuelle und dem Prinzip Hoffnung zuzurechnende Ölfelder (von letzteren ist noch nicht sicher, ob sie überhaupt gefunden werden und wenn ja, wieviel Öl sie liefern können). Die entsprechenden Daten finden sich leider nicht in den kostenlosen Veröffentlichungen der IEA, sondern nur im kostenpflichtigen  (150 US$) Komplett-Bericht des WEO 2016 und dort nicht in leicht verstehbaren Grafiken, sondern auf mehrere Tabellen verteilt.

Die ASPO-Deutschland hat eine grafische Analyse der Daten vorgenommen, die hier heruntergeladen werden kann.

Zur Analyse des WEO 2016 »



ASPO // CC BY 2.0

Neue EWG Studie: Deutschland verfehlt Klimaziele erheblich

Eine Nullemissionswirtschaft ist nötig, um Pariser Abkommen zu erreichen

4. November 2016, Berlin – Die aktuellen Klimaziele Deutschlands sind viel zu schwach, um  das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Und selbst diese schwachen Ziele droht die Bundesregierung zu verfehlen, so lautet das Ergebnis einer neuen Studie der Energy Watch Group und ASPO Deutschland „Deutsche Klimapolitik – vom Vorreiter zum Bremser“, die zum Download bereitsteht.

Die Studie zeigt, dass der von der Bundesregierung vorgegebene, nationale Emissionsminderungspfad seit 2010 in jedem Jahr überschritten wurde. Besonders die Sektoren Straßenverkehr, Elektroenergie und Landwirtschaft sind an der Überschreitung beteiligt. Und gemäß den 20-Jahr-Projektionen der Bundesregierung wird zum Beispiel der Verkehr im anspruchsvollsten Minderungsszenario den vorgeschriebenen Zielpfad 2035 um 91 % überschreiten.



Zur Studie der Energy Watch Group (Nov 2016) »

Eine thermodynamische Analyse der Ölförderung

Im Jahr 2013 hat die Hills Group, eine Gruppe von Ingenieuren und Beratern, eine thermodynamische Analyse der Ölförderung vorgenommen. Das wichtigste Ergebnis: die gesellschaftlich nutzbare Energie des Öls wird etwa 2030 bei Null angekommen sein. Zusätzlich hatte die Hills Group 2013 vorhergesagt, dass es zu einem Ölpreisverfall kommen würde, weil der Ölpreis damals über dem wirtschaftlichen Zusatznutzen lag, den die Käufer damit realisieren konnten. Diese Prognose hat sich als richtig erwiesen. Dr. Louis Arnoux nimmt dies zum Anlass für einen lesenswerten Dreiteiler unter dem Titel "Some reflections on the Twilight of the Oil Age". Die Studie der Hills Group ist kostenpflichtig. Dr. Warm hat jedoch die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

Zur Zusammenfassung von Dr. Warm » 

Zum Artikel von Dr. Arnoux (Teil I) »

Zum Artikel von Dr. Arnoux (Teil II) » 

Zum Artikel von Dr. Arnoux (Teil III) »

Umbrüche — Turbulenzen bei Öl und Gas

Die diesjährige Jahrestagung der ASPO hat am 24. Oktober 2016 unter dem Titel "Umbrüche — Turbulenzen bei Öl und Gas" stattgefunden. Ort war das Dietrich-Bonnhöfer-Haus in Berlin Mitte. Sie wurde gemeinsam von der ASPO Deutschland und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler ausgerichtet. Der Hauptvortrag wurde dieses Jahr von Prof. Ugo Bardi gehalten. 

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Zur Online-Dokumentation durch den VDW » 

PEAK OIL NEWS AND MESSAGE BOARDS


Mason Inman: "The Oracle of Oil"

Mason Inman hat eine Biographie von Marion King Hubbert geschrieben, dem Mann, dem wir die ersten Vorhersagen zum Peak Oil in den USA und schließlich sogar der Welt verdanken. Das Buch ist am 11. April erschienen, am 12. April konnte man schon die erste Rezension lesen (von Frank Kaminski). In einem Interview mit Chris Nelder spricht Mason Inman über das Buch, die Hintergründe und darüber, dass die Ansichten von Hubbert wesentlich nuancierter und faktenreicher waren, als es gerne dargestellt wird. Und dass wir, leider, in vierzig Jahren, seit der Ölkrise, in der öffentlichen Debatte nicht wirklich weitergekommen sind. Alles in allem also ein wichtiges Buch, dem man einen weiten Leserkreis wünscht.

Zur Rezension von Frank Kaminski (12. April 2016) »

Zum Interview mit Mason Inman (31. März 2016) » 


W. W. Norton & Co. 

Die Spur der Zerstörung

Vergiftetes Wasser, vergiftete Luft und vergiftete Finanzen: so charakterisiert Brian Davey die Folgen des Fracking. Der Beitrag ist ein Update zu seinem Buch "Credo Economics", welches nach und nach online erscheint. Fracking kostet nicht nur viele Menschen ihre Gesundheit, es kostet auch viele Investoren ihr Geld. Darüber wird nicht gerne gesprochen. Dass die Regeln, nach denen gespielt wird, alles andere als sauber sind, kommt so langsam ans Tageslicht. Manchmal endet das Spiel tragisch, wie im Fall von Aubrey McClendon, dem ehemaligen Chef und Gründer von Chesapeake. Alles spricht dafür, dass McClendon den Unfall selbst herbeigeführt hat, an dem er starb. Andrew Nikiforuk beschreibt in einem Beitrag für The Tyee das Leben und die Persönlichkeit, die den amerikanischen Traum mit all seinen Exzessen verkörpert hat.

Zum Artikel von Brian Davey (23. März 2016)»

Zum Artikel von Andrew Nikiforuk (29. März 2016) »  




PD // CC BY 2.0

The great condensate con: Is the oil glut just about oil?

My favorite Texas oilman Jeffrey Brown is at it again. In a recent email he's pointing out to everyone who will listen that the supposed oversupply of crude oil isn't quite what it seems. Yes, there is a large overhang of excess oil in the market. But how much of that oversupply is honest-to-god oil and how much is so-called lease condensate which gets carelessly lumped in with crude oil? And, why is this important to understanding the true state of world oil supplies?

Zum Artikel von Kurt Cobb (Januar 2016) »

PD // CC BY 2.0

Ölpreise, Peak Oil, Turbulenzen – Licht ins Dunkel einer aufgeregten Debatte bringen

Der Ölpreis ist im Augenblick im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Zeitungen überbieten sich mit Analysen, bei denen in der Regel ein Tiefpreis auf Dauer angekündigt wird. Die Lage ist jedoch komplizierter, als sie meist dargestellt wird. Die ASPO möchte deswegen Hintergrundinformation anbieten. Den Auftakt bildet ein Papier von Martin Held und Jörg Schindler. Weitere Beiträge werden folgen.

Zum Beitrag von Martin Held und Jörg Schindler (2016) »

Peak Oil, Gas und Geopolitik: Orientierung in turbulenten Zeiten

Am Montag, den 19.10.2015, fand die Jahrestagung der ASPO Deutschland statt, diesmal unter Mitwirkung der VDW (Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V.) und der Evangelischen Akademie Tutzing. Das diesjährige Thema war "Peak Oil, Gas und Geopolitik: Orientierung in turbulenten Zeiten". Thematisiert wurde also nicht nur wie sonst die gegenwärtige Lage bei der Ölförderung sondern auch die geopolitische Situation, insbesondere natürlich die Rolle, welche das Öl dabei spielt. Die VDW hat unter ihrer Webseite eine Zusammenfassung sowie Folien von einigen der Vorträge veröffentlicht.

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