THE HIDDEN COST OF PEAK OIL

"[E]ven with every oil well on the planet pumping 24/7, supply simply can't keep up with demand. Every major producing oil field on earth is in decline, including the giant North Sea and Mexico fields. In fact, the world's oil industry would have to find the equivalent of more than 5% a year in newly discovered oil reserves just to maintain current production. What's coming up is a classic mismatch between supply and demand, which will hit the fan by 2015, if not sooner ... "[F]racking" oil from shale deposits will slow the rate of decline in global oil production a little, but will never offset the loss of production from the world's giant oil fields ... Back in the 1930s, the United States was producing 100 barrels of oil for every one barrel it invested. Today, oil fields range from 20:1 to 10:1. The U.S. average is 11:1."

Ein Artikel von Don Miller über Fracking, steigende Produktionskosten von Oil-Plays und EROI im Kontext von Peak Oil. Erschienen auf Money Morning (25. Juli 2012).

MEXICO'S PEMEX POSTS STEEP SECOND-QUARTER LOSS

"Pemex posted a loss of 25.9 billion Mexican pesos ($1.9 billion), compared with a year-earlier profit of 16 billion pesos ... Mexico is the world's No. 7 oil producer and a major exporter to the United States but has to import nearly half of its gasoline due to a lack of domestic refining capacity. The company said that average oil production reached 2.54 million barrels per day for the quarter. Oil production has fallen off from a 3.4 million barrel peak in 2004."

Eine Pressemeldung von Reuters über die steigenden Ausgaben und Verluste des mexikanischen Ölkonzerns PEMEX bei zugleich sinkender Kaufkraft des Pesos, gefallenen Ölpreisen und reduzierten Ölfördermengen nach dem nationalen Peak Oil. Erschienen auf Reuters (27. Juli 2012).

Anmerkung: eine Reduktion der Fördermengen von 3,4 Millionen Fass pro Tag im Jahr 2004 auf 2,54 Millionen Fass pro Tag im 2. Quartal 2012 entspricht einem Fördermengenabfall von 25% in nur 7,5 Jahren. Dies entspricht einer durchschnittlichen Fördermengenabfallrate von 3,3% pro Jahr und würde rein rechnerisch bereits im Jahr 2025 die Ölproduktion von PEMEX auf einen Wert von 1,7 Millionen Fass pro Tag halbieren. Dies veranschaulicht sehr gut, dass auch bei "moderaten" Fördermengenabfallraten nach einigen Jahren trotz höherer Investitionen in die Ölinfrastruktur signifikate Produktionsverluste - und damit Staatseinnahmen - wegfallen. Somit stellt dies ein Paradebeispiel für sinkende EROI-Werte [Energy Return on Investment] im Kontext von Peak Oil dar.

TIEFGREIFENDER UMBAU DER KANADISCHEN ENERGIESZENE

"Zwar ist insbesondere die Gewinnschwelle für Erdöl aus Erdölsand von Fall zu Fall verschieden, doch häufen sich die Zeichen einer gewissen Nervosität in Albertas «oil patch» und in Ottawa ... Die herkömmliche Art, Erdöl zu transportieren, besteht nämlich im Transport mittels Rohrleitungen. Die gibt es in Kanada und den USA zu Hunderten, die meisten sind so wichtig wie Arterien für den menschlichen Körper. Geplant ist deshalb, eine solche Rohrleitung über 1172 km durch unterschiedlichstes und teilweise schwieriges Terrain von Bruderheim (Alberta) nach Kitimat an der harschen nördlichen Küste von Britisch-Kolumbien zu bauen ... Im Sinne einer Momentaufnahme lässt sich feststellen, dass die Chancen für eine Bewilligung des Projektes zurzeit ausgesprochen schlecht erscheinen ... [D]ie ursprüngliche einheimische Bevölkerung in Form von rund 50 First Nations ist mehrheitlich dagegen eingestellt ... Zur generellen Angst vor Rohrleitungsbrüchen kommt die Tatsache, dass die amerikanischen Behörden unlängst einen Bericht veröffentlicht haben, der dem Rohrleitungs-Betreiber TransCanada bei einem trotz allen Vorsichtsmassnahmen immer wieder vorkommenden Leckunglück in den USA Inkompetenz und glattes Versagen vorwirft ... So, wie sich die Situation dieser Tage gestaltet, hätte dies allerdings einen Volksaufstand in Westkanada zur Folge. Noch ist zwar längst nicht aller Tage Abend, aber vielerorts wird bereits das Ende der kanadischen Erdölsande heraufbeschworen." 

Ein Artikel von Karl Felder über die Schwierigkeit, das Öl aus kanadischen Teersanden über umstrittene Pipelines an die Küste abtransportieren zu können. Erschienen in der Neuen Zürcher Zeitung (24. Juli 2012).

Anmerkung: in diesem Artikel offenbart sich ein zentrales Argument der ASPO in der Peak Oil-Diskussion, nämlich den Aspekt der maximalen Flow Rates - unabhängig gesicherter Ölreserven.

PUMPEN-HANS – FOSSILE NORDAMERIKA-IMPRESSIONEN 2012

"Wenn man sich an die Förderung solcher Vorkommen macht, hat das nichts, aber auch gar nichts mit neuen Funden und auch gar nichts mit neuen Techniken zu tun ... Wenn einfacher zu fördernde, mit deutlich geringeren Gestehungskosten erschließbare Felder nicht mehr zur Verfügung stehen, erst dann macht man sich an derartig aufwändig zu fördernde Vorkommen. Wenn man im wahren Wortsinn stundenlang durch entsprechende Felder fährt, dann erschließt sich das ganz intuitiv."

Ein Reisebericht von Dr. Martin Held [Evangelische Akademie Tutzing, Vorstandsmitglied der ASPO Deutschland] über seine Eindrücke während der Zugfahrt durch das Bakken-Ölfeld in North Dakota sowie sein Gespräch mit einem lokalen Öl-Techniker. Erschienen auf ASPO Deutschland (10. Juli 2012).

NATIONWIDE STATEMENT REGARDING CONCERNS ABOUT HYDRAULIC FRACTURING

"Nationwide's personal and commercial lines insurance policies were not designed to provide coverage for any fracking-related risks. Insurance works when a carrier can accurately price the coverage to match the risks. When information and claims experience are not available to fully understand the scope of a given risk, carriers aren’t able to price protection that would be fair to both the customer and the company ... From an underwriting standpoint, we do not have a comfort level with the unique risks associated with the fracking process to provide coverage at a reasonable price."

Stellungnahme von Nationwide Mutual Insurance Company über den Ausschluß der Versicherungsdeckung von Schäden durch hydraulisches Fracking aufgrund der Unmöglichkeit, die damit verbundenen Risiken richtig einschätzen zu können. Erschienen auf Nationwide.com (13. Juli 2012).

DIE WELTWEITE EXPLORATION UND PRODUKTION VON ERDÖL

"Zu den Starrheiten, die sich den Ölproduzenten stellen, zählt der Förderrückgang der aktuell ausgebeuteten Felder (wobei als generelle Größenordnung 3% [pro Jahr] angenommen wird) ... Ab 2005 wird es ein Defizit von 3,9 Millionen Fass pro Tag zwischen  Nachfrage und Angebot geben ... 2030 werden die aktuell ausgebeuteten Felder nur noch 35 Millionen Fass pro Tag produzieren ... Um dieses Defizit auszugleichen, werden die Ölproduzenten jedes Jahr neue Förderkapazitäten installieren müssen, welche ebenfalls ab ihrer Inbetriebnahme zurückgehen werden ... Sollte man nicht auf Felder zurückgreifen, welche zwischen 2005 bis 2013 gefunden werden, wird die Produktion ab 2013 unweigerlich abnehmen und das Defizit zur Nachfrage steigen ... Man sieht also, dass die im Jahr 2005 verfügbaren Reserven in Höhe von 1080 Gigabarrel ... aufgrund technischer Einschränkungen ab 2013 nicht mehr ausreichen werden, den Bedarf zu decken ... Ab 2013 würde die Versorgungssicherheit von den Reserven abhängen, die ab 2005 entdeckt wurden ... Bei einer jährlichen Auffindungsrate von 20 Gigabarrel und einem globalen Nachfragewachstum von 2% wäre der Peak Oil im Jahr 2023 mit 113 Millionen Fass/Tag erreicht, um danach wieder abzufallen ... Ein stärkerer Abfall der ausgebeuteten Felder würde den Zeitpunkt des Peak Oils näher rücken lassen."

Ein Paper von Gérard Llorca aus dem Jahr 2005 über das Zusammenspiel von Förderabfallraten, Reservezuwächse und Neufunden von Erdöl für die Berechnung des Peak Oils. Erschienen auf französisch als 2. Kapitel "L’exploration et la production pétrolières dans le monde" in "L’industrie pétrolière en 2004" bei der inzwischen reformierten Direction générale de l'énergie et des matières premières [DGEMP - heute: Direction générale de l'énergie et du climat (DGEC)], Ministère de l'Industrie (Mai 2005).

Anmerkung: in dieser in Peak Oil-Kreisen offenbar weitestgehend unbekannten Studie wird  bei - hypothetischen und sehr optimistischen - 20 Gigabarrel Neufunden pro Jahr ab 2005 der Peak Oil für das Jahr 2023 sowie der Peak Gas für das Jahr 2045 berechnet. Der Autor gibt aber zugleich an, dass ein Ausbleiben signifikanter Neufunde den Peak näherrücken lässt. Von besonderem Augenmerk ist die Aussage über die Entkopplung von Angebot und Nachfrage ab 2005 (angesichts des in der Tat eingetretenen Förderplateaus, darauffolgender Preissteigerung und Finanzkrise) sowie der erwartete Förderabfall ab 2013 bei Ausbleiben signifikanter, konventioneller Neufunde. Als Hauptgrund für den Förderabfall wird im Paper von technischen "Starrheiten" gesprochen, mit welchen der natürliche Druckabfall im Reservoir gemeint ist, welcher sich ohne Gegenmaßnahmen wie Waterflooding oder Enhanced Oil Recovery-Methoden direkt auf den Förderratenabfall auswirkt.

RUSSIA'S GAZPROM SKEPTICAL OF US-LED SHALE GAS BOOM

"We think the current US gas market model is unsustainable in the medium and long term ... We forecast that soon, the disparity between the shale gas costs and sales price will disappear. When it happens, it will make the US plans to become a major gas exporter economically unviable ... [T]he true costs of shale-gas production are upwards of 150% higher than the revenues ... One can produce gold out of sea water, but does it make economic sense? ... China is in possession of large shale gas reserves, however, the cost of its extraction could be much higher than in the US ... China's shale plays are located in areas of the country that may not have enough water to successfully engage in hydraulic fracturing."

Ein Artikel von Benno Spencer und Brian Hansen mit Aussagen von Sergei Komlev [CEO von  Gazprom Export] über die Kosten der Shalegas-Ausbeutung in den USA sowie das Potential dieser Methode für Europa und ChinaErschienen auf Platts (23. Juli 2012).

NATURAL GAS: WHERE ENDLESS MONEY WENT TO DIE

"[T]hanks to the Fed’s zero-interest-rate policy and the trillions it has handed over ... boundless sums of money have been searching for a place to go ... The result is a stunning misallocation of capital to the tune of tens of billions of dollars to an economic activity—drilling for dry natural gas—that has been highly unprofitable for years. It’s where money has gone to die. What’s left is debt, and wells that will never produce enough to make their investors whole."

Ein Artikel von Wolf Richter über Investitionen in Shalgas-Plays ohne Aussicht auf einen Return on Investment in Angesicht der niedrigen US-Gaspreise, extrem hoher Förderabfallraten und der Flucht in luktrativere Nassgas- bzw. Tight Oil-Plays. Erschienen auf Testosterone Pit (20. Juni 2012).

NEAR DROUGHT CONDITIONS IMPACTING MARCELLUS SHALE GAS DRILLING

"[A]s another round of record heat began pounding the mid-Atlantic region, the Susquehanna River Basin suspended 64 water withdrawal permits, the majority of these suspensions going to in state Marcellus shale gas drillers ... “Fracking a well” according to industry leader Chesapeake Energy requires 4.5 million gallons per well ... A specific shale gas “pad site” might hold up to 10 horizontal fracking well veins or bores. This means just one site might easily consume 45 million 50 million gallons of clean water ... These actions results in millions of gallons of diesel fuel being burned by the drillers in running trucks and heavy equipment in and out of these pad and well sites ... Wells are often fracked more than once. There are no known public records as to how many times a given pad site or individual well are refracked in order to make a given well productive and keep it that way."

Ein Artikel von Robert Magyar über den durch Dürreperioden bedrohten Wasserbedarf beim hydraulischen Fracken von Shalegas-Bohrungen in Pennsylvania sowie den beim Betrieb von Shalegas-Plays einhergehenden, hohen Kosten, Verkehrsaufkommen, dem Treibstoffverbrauch und der zwangsläufigen Umweltverschmutzung. Erschienen auf Examiner.com (19. Juli 2012).

EVIDENCE THAT OIL LIMITS ARE LEADING TO LIMITS TO GDP GROWTH

"It should not be surprising to find that there is a close tie between GDP growth and oil supply growth ... Too much debt seems to be one of the limits, besides oil limits, we are reaching now ... ... [W]ith the small increases we are seeing in oil supply currently (about 0.4% per year), we are already at a point where world real GDP can be expected to be much lower than most economists would prefer (2.2% or 2.5% per year) ... If we want world real GDP to grow by 4.0% per year ... world oil supply needs to rise by 2.8% per year ... If world oil supply declines by 4.0% per year, the model would suggest that world real GDP can be expected to decline by 1.0% per year ... [W]e are entering a very challenging period."

Ein Artikel von Gail Tverberg über den Zusammenhang von Änderungen der globalen Ölfördermengen zum Bruttoweltprodukt im Kontext von Peak Oil. Erschienen auf The Oil Drum (19. Juli 2012).

OIL, POLITICS AND RESOURCE WARS

"Michael Ruppert has put up a very important question, he asked: is it really a hunt for bin Laden or is it a hunt for oil and gas? He has been very clear about his answer: the whole bin Laden thing is nonsense, it is actually and very clearly a hunt for oil and gas. And here within the ASPO network people know that oil and gas are in decline, and therefore I added this 9/11 debate, and some people were scared because of it and others thought that these are exactly the right questions to ask ... 9/11 and Peak Oil must be linked in a coherent geostrategic analysis ... That's why I think that we must talk about these issues openly so that people know that Peak Oil wars are going on, and if they know it I hope they will ask the logical question: what is Peak Oil?"

Ein Interviewreihe von Lars Schall, in der neben Dr. Robert Hirsch, Prof. Michael T. Klare, Dr. Karin Kneissl und Jeremy Gilbert auch Dr. Daniele Ganser [Präsident der ASPO Schweiz, Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research in Basel] über den Zusammenhang der Attentate vom 11. September 2001, Peak Oil, Ressourcenkriege und Fiatgeld zu Wort kommt. Erschienen auf Asia Times, auf ASPO Deutschland mit freundlicher Genehmigung von Lars Schall veröffentlicht (20. Juli 2012). 

Anmerkung: der Artikel ist nun auch im Energy Bulletin mit folgender Bemerkung erschienen: "When this article pops up on my browser, there are ads from the CIA and the US State Department looking for employees."


Link zur Homepage des Swiss Institute for Peace and Energy Research »

Link zur Homepage von Dr. Daniele Ganser »

Link zum Dokumentarfilm von Michael Ruppert "Collapse" auf YouTube »

Link zum Paper von Prof. Niels Harrit et al. "Active Thermitic Material Discovered in Dust from the 9/11 World Trade Center Catastrophe", erschienen im Open Chemical Physics Journal, 2009, vol. 2, pp. 7-31 »

Link zum United States Patent von Taku Murakami "Using plasma ARC and thermite to demolish concrete", Patentnummer: 5532449, Patentdatum: 2. Juli 1996 »

Link zur Homepage von 911untersuchen.de »

Link zur Homepage von 911untersuchen.at »

Link zur Homepage von 911untersuchen.ch »

DIE EURO-KRISE IST AUCH EINE ÖLKRISE

"[M]it einem steigenden Ölpreis steigt auch das Außenhandelsdefizit ... Die Nachfrage steigt weiterhin, aber das Angebot stagniert, seit der Peak der Förderung von Crude Oil im Jahre 2006 überschritten wurde ... [D]ie Verknappung der Rohstoffe [wird] alle fossilen Energiepreise in der Tendenz nach oben treiben."

Ein Kommentar von Hans-Josef Fell (energiepolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion) über den Zusammenhang von Eurokrise, Peak Oil, steigende Ölpreise und damit gestiegene Importkosten, Rezession und die Notwendigkeit einer Energiewende weg vom Öl und auf der Basis erneuerbarer Rohstoffe. Erschienen in der Financial Times Deutschland (19. Juli 2012).

WHY THE U.S. FRACKING INDUSTRY WORRIES ABOUT THE WEATHER IN INDIA

"We are using stuff they put in ice cream! ... It’s a very good suspending agent and it is easy to break ... But while a gallon of ice cream calls for just a smidgen of guar gum, to frack a well in a shale formation may take 20,000 pounds of guar beans. At a recent New York capital markets conference, one of the major exploration companies reported using 1,700 tons a month resulting in a first quarter cost of some $40 million ... It is widely known that after all these years that guar gum is still the best at improving the viscosity, or flowability, of the drilling fluid and helping suspend the sand ... to help prop the rock formation open when it is fractured under high pressure ... Nobody has come up with something synthetic that works as well."

Ein Artikel von Hilary Hylton über den Einsatz von indischem Guarkernmehl als sogenannter "Gelling Agent" um die Reibungs- und Viskositätseigenschaften des Fracking-Fluids zu verbessern, die jüngste Preissteigerung dieses Rohstoffs sowie das sprichwörtliche Warten auf den Regen. Erschienen auf TIMEWorld (17. Juli 2012).

Anmerkung: der Einsatz von Guarkernmehl sowohl in der Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie als auch beim Fracking-Prozess sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch eine Vielzahl anderer - teilweise geheim gehaltener - Substanzen zum Einsatz kommen. So sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass anstatt Wasser auch Diesel als Fracking-Fluid benutzt wird, da dieses pro Volumeneinheit mehr Guarkernmehr mit sich führen kann als Wasser.

WAS THE PETROL PRICE RIGGED TOO?

"Given how important Libor is, if that can be manipulated, then why can’t oil be manipulated? ... The oil price is not a true reflection of supply and demand."

Ein Artikel von Rowena Mason und Emma Rowley über die mögliche, systematische Manipulation der Ölpreis-Benchmark-Bemessungen in Analogie zum aktuellen Libor-Skandal der Manipulation von Referenzzinssätzen. Erschienen im Telegraph (15. Juli 2012).

Anmerkung: interessant in Bezug auf den Peak Oil ist die im Artikel vom ehemaligen Rohstoffhändler Raymond Learsy getroffene Aussage, dass der Ölpreis kein Maß für die Situation von Angebot und Nachfrage darstellt, folglich also die künftige Verknappung von Erdöl sich ebenfalls nicht im Ölpreis widerspiegelt.

TRADE-OFF: A STUDY IN GLOBAL SYSTEMIC COLLAPSE

"The credit backing of fractional reserve banks, monetary systems and financial assets are fundamentally incompatible with energy constraints ... The high quality and affordable oil that powered the growth of the globalised economy is being replaced by increasingly low grade and expensive oil ... Global oil production has been essentially flat since 2005 ... Two-thirds of oil producing countries have already passed their local peak ... In financial terms, adding each new barrel of production (the marginal barrel) becomes more expensive ... Our fixed fleets of cars, planes and ships cannot run on electricity, coal or natural gas ... Peak oil is not primarily concerned with reserves, but flow rates ... It is of little use knowing that there is an oasis a hundred miles away if a stumbling man is dying of thirst now ... Damaged economies use less energy and cannot invest in future oil (or other energy) production ... One of the main effects of the Green Revolution of the 1950's, 60’s and 70's was to put food production onto a fossil fuel platform ... A terminally contracting global economy is incompatible with the credit backing of the global financial system, fractional reserve banking, and the monetary system ... Global financial markets and the assets they trade are, in their entirety, a Ponzi scheme, and like all Ponzi schemes, they live only as long as confidence is maintained before collapsing under the weight of lost illusions."

Eine Studie von David Korowicz über die  negativen Auswirkungen von Peak Oil und Überschuldung für die Nahrungsmittelproduktion durch die Gefahr des Zusammenbruchs von Bankensystem und globalisierter Wertschöpfungsketten aufgrund der zunehmenden Verwundbarkeit unserer hochkomplexen, wachstumsabhängigen Gesellschaften gegenüber Engpässen. Erschienen auf Feasta (17. Juni 2012).

PEAK OIL RELOADED

"Die historische Analyse zeigt, dass die Geschwindigkeit des Förderabfalls seit mindestens zehn Jahren zunimmt ... Neu in Produktion gebrachte Felder werden tendenziell immer kleiner sein. Dafür ist aber die Decline-Phase stets akzentuierter, je kleiner ein Feld ist ... Die Erfahrung zeigt, dass Offshore-Felder einen stärkeren Decline zeigen, da die Betreiber versuchen, die Produktion so schnell wie möglich hochzufahren ... Vorzugeben, dass kein Fördermaximum in Sicht ist ... und dass es keine energetische Beschränkung für das künftige Wirtschaftwachstum geben wird, ist meiner Ansicht nach die Wiederholung eines tragischen Fehlers, welchen zahlreiche ölimportierende Länder schon heute mit einer unhaltbaren Verschuldung bezahlen."

Ein Interview mit Olivier Rech (CEO von Energy Funds Advisors, ehemaliger Erdölanalyst bei der Internationalen Energieagentur) über diverse Fehleinschätzungen von Leonardo Maugeri in dessen Publikation "Oil - The Nexst Revolution", darunter der stärkere Förderratenabfall alternder Felder - insbesondere Offshore, unklare Zahlengrundlagen, optimistische Reservezuwächse aufgrund statistischer Verzerrungen und dem seit 2005 einsetzenden Förderplateau als Grund der steigenden Ölpreise. Gehalten auf französisch von Matthieu Auzanneau, erschienen auf Oil Man (9. Juli 2012).

Anmerkung: die beiden dargestellten Diagramme [in Millionen Fass pro Tag bzw. in Prozent] zeigen die Förderabfallraten aller Felder außerhalb der OPEC, welche bis zum Jahr n in Produktion kamen [für Rohöl + Gaskondensate]. Die blaue Linie entspricht bei negativen Werten dem Förderabfall nach einem Jahr, die gelbe nach 2 Jahren und die rote nach 3 Jahren, während positive Werte einen anfänglichen Produktionszugewinn darstellen.

PEAK OIL: A DIALOGUE WITH GEORGE MONBIOT

"Oil men do not base decisions on EROEI, ultimately EROEI will determine their ability to make money, and that is their driving motivation. Finance can only temporarily allow people to ignore thermodynamics. EROEI effectively determines what is and is not an energy source for a given society. Unconventional fossil fuels are caught in a paradox - that their EROEI is too low for them to sustain a society complex enough to produced them ... as the conventional sources disappear, and that society can no longer support itself, the ability to undertake all the activities required for unconventional production will be lost ... The same argument applies to renewable power as it is currently practiced ... What high Energy Return On Energy Investment makes possible, low EROEI will eventually take away."

Ein Artikel von Nicole Foss über ihren E-Mail-Austausch mit George Monbiot bezüglich des Zusammenhangs zwischen Demand Destruction, Peak Credit, fehlenden Investitionen in den Ölsektor und künftigen Produktionsengpässen im Kontext von Peak Oil sowie der Unfähigkeit des niedrigen EROEIs [Energy Return on Energy Invested] unkonventioneller Ölquellen wie Teersanden und dichten Tongesteinen, eine Gesellschaften hoher Komplexität aufrechtzuerhalten. Erschienen auf The Automatic Earth (8. Juli 2012).

BRENT SUFFERS FROM ‘NORTH SEA SYNDROME’

"Die Internationale Energieagentur hat am Donnerstag berichtet, dass die Förderrate des Forties-Ölfelds einen 20-jährigen Tiefpunkt mit 280000 Fass pro Tag im 3. Quartal erreichen wird, was einer Einbuße von 25% im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2011 entspricht ... Der Produktionsrückgang droht nun, die Brent-Benchmark in Frage zu stellen."

Ein Artikel von Javier Blas über den Rückgang der Förderraten aus den für die Preisbildung der Brent-Rohölbenchmark entscheidenden Nordsee-Ölfeldern, einen künftig überproportionalen Preisanstieg von Brent in Relation zu anderen Benchmarks - insbesondere WTI - und den möglichen Bedeutungsverlust von Brent für die globalen Ölmärkte. Erschienen in der Financial Times (12. Juli 2012).

Anmerkung: ein andauernder Förderabfall von 25% pro Jahr im Forties-Ölfeld würde zu einer Halbierung der Förderrate in weniger als 3 Jahren führen!

PEAK GOLD - GOLD PRODUCTION COLLAPSE CONTINUES IN SOUTH AFRICA

"Mine supply [is] not increasing sufficiently to meet demand ... South Africa produced over 1,000 tonnes of gold in 1970 but production has fallen to below 250 tonnes in recent years ... despite the massive technological advances ... Geological constraints may be leading to lower production ... Peak oil is a phenomenon many will be aware of – peak gold remains a foreign concept to most. Peak gold is the date at which the maximum rate of global gold extraction is reached, after which the rate of production enters terminal decline ... In 2001, the world saw what was believed to be record global gold production of 2,649 tonnes. Production then fell in the coming years despite the rising gold price ... Ore grades have fallen."

Ein Artikel mit bemerkenswerten Parallelen von Peak Gold zu Peak Oil. Erschienen auf GoldCore (13. Juli 2012).

GEFÄHRLICHE FRACKING-ILLUSION

"Es könnte sich als Illusion erweisen, sich auf die aufwändig zu fördernden 'unkonventionellen Ölvorkommen' zu verlassen. Eine Umstellung der heutigen 'konventionellen Ölförderwelt' auf die 'unkonventionelle Ölförderwelt' könnte die Struktur der globalen Förderkurve verändern: Während die vor uns liegende Förderkurve bei heutiger Technik noch eine Glockenform annehmen kann, die einen vergleichsweise sanften Rückgang der Fördermengen nach dem Peak verspricht (Europa: -5,5% pro Jahr), könnte ein Wechsel zur unkonventionellen Ölversorgung die Förderkurve eher mit einem harten Kliff enden lassen."

Ein Artikel von Norbert Rost über den entscheidenden Unterschied zwischen Ölreserven und Förderraten bei der Ölproduktion, dramatische Förderabfallraten unkonventioneller Tight Oil-Plays in der Bakken-Formation North Dakotas, deren Ausgleich durch das Niederbringen neuer Bohrungen, maximal erzielbare Förderraten unkonventioneller Öllagerstätten in Relation zum Weltbedarf und dem europäischen Förderratenabfall sowie der Gefahr des Förderprofils unkonventioneller Ölquellen ähnlich dem Seneca-Modell von Prof. Ugo Bardi [Präsident der ASPO Italien]. Erschienen auf  Peak-Oil.com (11. Juli 2012).

SHALE OIL AND TIGHT OIL

"West Texas Intermediate is currently around $85/barrel. With the huge discount for Canadian and north-central U.S. producers, that means that producers of North Dakota sweet are only offered $61 a barrel. Tight oil is not going to be the reason that we return to an era of cheap oil, for the simple reason that if oil again fell below $50/barrel, it wouldn't be profitable to produce with these methods."

Ein Artikel von Prof. James Hamilton über den Unterschied von Oil Shale, Shale Oil und Tight Oil, die unrealisitschen Annahmen und Prognosen von Leonardo Maugeri sowie die Grenzkosten der Tight Oil-Förderung. Erschienen auf Econbrowser (11. Juli 2012).

THE CRUEL MATH OF THE MARGINAL BARREL

"Starting in 2005, global oil markets sensed that OPEC was only able to influence the price of oil in one direction: higher, by lowering output. OPEC’s ability to lower prices started to crack, break up, and generally fail as the first phase of oil’s repricing headed into 2008 ... OPEC production has made no progress in at all in the seven years since 2005, as oil began its price transition ... Western oil companies — which dominate non-OPEC production — have scoured the globe looking to replace their reserves, but largely to no avail. This is why ExxonMobil and ConocoPhilips eventually gave up, capitulated, and bought natural gas assets instead."

Ein Artikel von Gregor MacDonald über die mangelnde Fähigkeit seitens der OPEC, ihre Förderraten seit 2005 signifikant zu erhöhen sowie die schwindende Produktion von Staaten außerhalb der OPEC mit Außnahme Russlands. Erschienen auf Gregor.us ( 25. Mai 2012).

GOLD REPORT 2012 – IN GOLD WE TRUST

"The similarities between (conventional) oil production and gold production are remarkable.  The oil reserves are stable due to unconventional oil (offshore, shale oil). The proven reserves cannot be replaced at the same speed that they are exploited. Therefore since 2002 only about 1,250 tonnes of gold reserves have been discovered annually, but 2,500 tonnes have been produced ... The relationship between gold content and required energy input per unit produced is not linear, but exponential ... This means that if the gold content in the rock decreases, more rock has to be broken, mined, transported and processed in order to produce the same amount of gold ... The ratio of return on investment has decreased from 105x in the 1960s to 11x in the first decade of the new millennium."
(Erste Group Research, 2012, pp. 98-99)

Ein Report von Ronald Stoeferle der Erste Group Research über den Ausblick eines signifikant steigenden Goldpreises und bemerkenswerten Parallelen der Förderentwicklung von Gold und Erdöl. Erschienen bei der Erste Group Bank (11. Juli 2012).